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Bei fast 90 Prozent der Bevölkerung werden im Laufe ihres Lebens die Erweiterungen der oberflächlichen Beinvenen sichtbar. Zu Beginn sind Krampfadern oft nur als kleine rot-bläuliche Verästelung unter der Haut erkennbar. Mit zunehmendem Alter können dann auch größere Blutgefäße betroffen sein. Diese führen unter Umständen auch zu ernst zu nehmenden Gesundheitsproblemen, wenn die erkrankten Blutgefäße das Blut nicht mehr ausreichend in Richtung des Herzens transportieren. Schmerzen oder ein Druckgefühl in den Beinen sind Symptome, das Risiko für Venenentzündungen oder Thrombosen steigt, falls die Krampfadern nicht behandelt wird.

Es gibt jedoch Tipps und Hausmittel, mit denen Betroffene vorbeugen können. Dabei gilt es, bestimmte Bewegungen zu vermeiden, andere wiederum aktiv auszuführen. Auch die Natur hält einige Wirkstoffe bereit, die die Prävention unterstützen.

Bedenken Sie bitte, dass alle Tipps keine Ermutigung zur Selbsttherapie sind! Falls Sie Symptome, wie Schmerzen oder Druckgefühl in den Beinen, verspüren oder die Krampfadern sichtbar sind, wenden Sie sich an einen Venenspezialisten (Phlebologen).

Sport tut nicht nur den Venen gut

Generell helfen alle Ausdauersportarten, die Entstehung von Krampfadern hinauszuzögern. Hierbei sind besonders zu nennen:

  • Wandern
  • Walken
  • Schwimmen
  • Radfahren
  • Tanzen

Zu empfehlen ist ebenfalls eine spezielle Venengymnastik. Vorbeugung von Krampfadern bedeutet zudem, bestimmte Körperhaltungen in Beruf, Sport und Alltag zu vermeiden. Dies sind vor allem lange sitzende oder stehende Positionen. So sollten etwa Betroffene, die eine sitzende oder stehende Tätigkeit ausüben, diese immer wieder für kleinere Bewegungspausen unterbrechen. Im Sitzen können die Füße bewegt werden durch Strecken und Heranziehen der Zehenspitzen oder kreisende Bewegungen. Im Stehen öfter die Beine nach oben ziehen und ebenfalls die Zehen strecken und auf den Zehenstand gehen. Wechselduschen verbessern den Blutfluss (Kneipp).

Und denken Sie an die 3L-3S-Regel:

Lieber Liegen und Laufen statt Sitzen und Stehen

Gesunde Ernährung

Reduzieren Sie bei Ihrer täglichen Nahrung den Fett- und Zuckergehalt, trinken Sie Wasser und ungesüßten Tee statt Limonade und wählen Sie gute pflanzliche statt tierische Fette. Mit dieser einfachen Formel unterstützen Sie Ihre Gefäßgesundheit und Darmregulierung und kontrollieren zusätzlich Ihr Gewicht.

Ebenfalls gut sind Lebensmittel mit ungesättigten Fettsäuren. Diese sind enthalten in Getreide, Kartoffeln, Fisch, pflanzlichen Ölen (Olivenöl, Nuss- und Rapsöl), Nüssen und Avocados. Die ungesünderen gesättigten Fettsäuren sind besonders enthalten in Fleisch, Milchprodukten und festen Fetten wie Butter, Kokos- oder Palmfett. Mit einem Austausch der gesättigten durch ungesättigte Fettsäuren wird zudem der Gehalt des „schlechten“ LDL-Cholesterins im Blut gesenkt, welches vielfach für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verantwortlich ist. Auch Ballaststoffe wie Gemüse oder Obst haben einen positiven Einfluss auf die Gesundheit der Blutgefäße.

Hausmittel und Entspannung

Bei geschwollenen oder schweren Beinen ist es hilfreich, diese hochzulegen, möglichst höher als den Kopf. Verwenden Sie dabei keinen Keil, damit der Blutfluss nicht abgesperrt wird. Besser geeignet sind spezielle Venenkissen oder ein der Länge nach gefaltetes Oberbett. Diese Maßnahme kann unterstützt werden durch kalte Wadenwickel, die das Schweregefühl und die Schwellung lindern. Die Wickel können zudem mit verschiedenen ätherischen Ölen verwendet werden wie etwa Ölen von:

  • Wacholder
  • Zypresse
  • Lavendel
  • Zitrone
  • Schafgarbe
  • Ringelblume
  • Calendula

Und hier ein einfaches Rezept für die Herstellung einer Wickelessenz:

  • Schüssel mit kaltem Wasser füllen,
  • jeweils einen Tropfen des gewünschten Öls mit etwas Sahne vermischen,
  • Mischung in das kalte Wasser einrühren,
  • Baumwolltuch tränken und auswringen,
  • Wickel für etwa 30 Minuten auflegen,
  • täglich bis zu zweimal durchführen.

Bewährt haben sich auch Quarkwickel, ein altes Hausmittel gegen Krampfadern, welches zudem bei Schwellungen, Zerrungen, Fieber und Schmerzen Linderung verschafft. Teemischungen aus Steinklee, Schafgarbe, Zaubernuss oder Buchweizenkraut haben ebenfalls einen positiven Einfluss auf die Gefäßgesundheit. Schwangere oder stillende Frauen sollten vor deren Verwendung jedoch dringend einen Arzt oder Heilpraktiker befragen.

Bequeme Kleidung

Hohe Absätze sind ungeeignet für Frauen, die Probleme mit Krampfadern haben. Wer Krampfadern vorbeugen will, sollte stets bequemes Schuhwerk tragen. Auch einengende Kleidung, wie enge Hosen und enge Gürtel, sind nicht zu empfehlen. Bei längeren Reisen im Auto, Flugzeug oder mit der Bahn empfehlen sich medizinische Kompressionsstrümpfe, die es auch als Kniestrümpfe und Sportsocken gibt.

 

Weitere Informationen finden Sie hier.

Fast jede zweite Frau bekommt in der Schwangerschaft Krampfadern. Wer bereits zuvor Probleme hatte, etwa aufgrund einer angeborenen Bindegewebsschwäche, bei dem verschlimmern sich die Beschwerden zumeist. Krampfadern treten in der Schwangerschaft insbesondere an den Unterschenkeln auf. Jedoch ist auch die Entstehung im Schambereich als Vulva-Varizen und am After als Hämorrhoiden bekannt. Krampfadern gehen oft einher mit Schmerzen und einem Schwere- oder Spannungsgefühl in den Beinen, das zumeist nach langem Sitzen oder Stehen auftritt. Ursachen sind der Anstieg eines Hormons, das zur Entspannung der Blutgefäße führt, wodurch das Blut nicht mehr ausreichend in Richtung Herz gepumpt wird, sowie der Umstand, dass die wachsende Gebärmutter auf die Beckenvene drückt.

Warum treten während der Schwangerschaft Krampfadern auf?

Das Entstehen von Krampfadern in der Schwangerschaft hat mehrere Ursachen: Zum einen sorgt der Anstieg des Hormons Progesteron für eine Entspannung der Blutgefäßwände, wodurch diese leichter nachgeben. Dieses Nachgeben wiederum führt zu Stauungen des Blutes in den Beinen, da die Venenklappen durch die stark geweiteten Venen nicht schließen und so das Blut zurück in die Beine anstatt Richtung Herz fließt.

Ein Druckgefühl und Schwellungen der Beine und Füße sowie Wassereinlagerungen, sogenannte Ödeme, sind häufig die Folge. Diese entstehen, weil der Druck in den krankhaft veränderten Venen zunimmt und Flüssigkeit in das umgebende Gewebe gepresst wird. Der so verhinderte Austausch von Sauerstoff führt zudem zur Anhäufung von Stoffwechselprodukten, die Entzündungen des Unterhautgewebes und der Haut (Ekzeme) nach sich ziehen können. Symptome dafür sind Hautrötungen, schuppige Haut und Juckreiz an den betroffenen Stellen.

Eine weitere Ursache ist, dass die wachsende Gebärmutter auf Venen im Bereich des Beckens und auf die untere Hohlvene (Vena Cava) drückt. Diese, auf der rechten Körperhälfte befindliche Vene, nimmt Blut von Teilen des Beckens sowie der Organe im Bauch auf. Da sich der Druck erhöht, steigt auch der Blutdruck in den Venen der Beine und begünstigt dadurch die Entstehung von Varizen in der Schwangerschaft.

Was hilft bei Krampfadern während der Schwangerschaft?

Krampfadern lassen sich in der Schwangerschaft nur zum Teil eindämmen. Hier ein paar leicht umzusetzende Tipps:

  • Bewegen Sie sich nach Möglichkeit täglich. Ein kurzer Spaziergang regt die Durchblutung an.
  • Die Füße sollten so oft wie möglich hochgelegt werden.
  • Wenn Sie sich hinlegen, dann am besten auf die linke Seite. Dadurch wird die Hohlvene auf der rechten Körperseite entlastet, da weniger Druck auf sie ausgeübt wird. Nehmen Sie zudem ein Kissen, und legen Sie Ihre Füße darauf. In dieser Weise sollten Sie auch versuchen, nachts zu schlafen, um Krampfadern während der Schwangerschaft zu vermeiden oder zu minimieren.
  • Stehen Sie nicht für längere Zeit auf derselben Stelle.
  • Beim Sitzen die Beine nicht überkreuzen.
  • Übermäßige Gewichtszunahme kann die Entstehung von Krampfadern begünstigen.

 

Weitere Informationen zu Krampfadern in der Schwangerschaft finden Sie hier.

Es ist ein Irrtum zu glauben, dass es sich bei Krampfadern um unschöne Gefäßveränderungen handelt. Neben der Tatsache, dass sie Schmerzen im Bein und Schwellungen verursachen, können sie auch schwerwiegendere Komplikationen nach sich ziehen. 

Bei stark ausgeprägten Krampfadern können chronische Schwellungen (Ödeme) an den Beinen auftreten. Außerdem kann eine langjährige Erkrankung zu Hautveränderungen, Gewebeschäden und sogar zu Geschwüren führen (ein offenes Bein). Diese extremen Folgen von unbehandelten Krampfadern treten häufig in der Knöchelgegend auf. 

Entzündete, innen liegende Krampfadern können auch ein Blutgerinnsel verursachen, das die Vene zu verstopfen droht – die Folge sind tiefe Venenthrombosen. Diese bergen das hohe Risiko einer lebensgefährlichen Lungenembolie. Auch wenn dieses Szenario selten eintritt, sollte man auf Warnzeichen, wie ungewöhnliche Schmerzen oder Schwellungen, achten und einen Arzt konsultieren. Bei plötzlicher Atemnot und Brustschmerzen muss umgehend ein Notarzt alarmiert werden (Notruf 112)!

Krampfadern entfernen

Wer Krampfadern entfernen lassen muss, sollte sich vertrauensvoll in die Behandlung bei einem Venenspezialisten (Phlebologen) begeben. Der Arzt wird zunächst im Rahmen einer Diagnose feststellen, ob nur das obere oder auch das tiefliegende Venensystem betroffen ist. Dies geschieht in der Regel durch eine Ultraschalluntersuchung. Hierbei lässt sich bestimmen, welches Verfahren der Krampfaderentfernung am besten geeignet ist. 

Laser- und Radiofrequenztherapie

Bei der Krampfaderentfernung mit einem Laser oder mit Radiowellen wird ein kleiner Hautschnitt gemacht und eine Lasersonde oder ein Radiofrequenzkatheter eingeführt. Diese erhitzen die Venen, woraufhin sie sich verschließen und vom Körper abgebaut werden. Im Anschluss an beide Methoden sollte der Patient für ca. zwei bis drei Wochen Kompressionsstrümpfe tragen. Diese werden vom Arzt verschrieben und individuell für den Patienten angepasst.

Operation

Falls es aufgrund von Krampfadern zu starken Erweiterungen der Venen kommt, tiefliegende Venen ebenfalls betroffen sind oder der Phlebologe befürchtet, dass Komplikationen, wie etwa Thrombosen, drohen, müssen Krampfadern operiert werden. Dabei gibt es verschiedene Methoden:

  • Das Stripping oder Teilstripping: Bei dieser Methode, die umgangssprachlich auch „Krampfadern ziehen“ genannt wird, schiebt der Arzt eine Sonde durch die betroffene Vene, bis hinter die krankhafte Stelle. Die Vene wird dann durchtrennt und herausgezogen.
  • Bei der CHIVA-Operationsmethode werden krankhaft veränderte Abschnitte der Vene per Ultraschall lokalisiert und dann abgebunden. Diese Methode eignet sich bei schwach ausgeprägten Varizen.
  • Eine weitere Methode Krampfadern zu entfernen, ist die venenerhaltende extraluminale Valvuloplastie (ExVP). Hierbei verengt der Mediziner von außen bestimmte Bereiche durch eine  Manschette. Durch den verkleinerten Venenumfang gewinnt die Venenklappe ihre Funktion zurück.
  • Um Krampfadern zu entfernen, die sich in Seitenästen der Venen gebildet haben, kommt die Miniphlebektomie zum Einsatz. Über kleine Schnitte werden diese mit einer Art Häkelnadel herausgezogen.

Weitere Informationen zu den Behandlungsmethoden finden Sie hier.

Krampfadern, auch Varikose oder Varizen genannt, sind Erweiterungen der oberflächlichen Venen. Sie treten in der Regel an den hautnahen Beinvenen auf, aber auch innen liegende Krampfadern sind keine Seltenheit. Typisch für Krampfadern sind als Vorläufer die sogenannten Besenreiser, die bläulich vernetzt unter der Haut durchschimmern.

In frühen Stadien machen sich Krampfadern häufig durch schwere, schmerzende oder müde Beine bemerkbar, die nach langem Stehen oder Sitzen anschwellen können. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Es wird vermutet, dass dies an den weiblichen Geschlechtshormonen liegt, die die Venenwand und die Venenklappen strukturell verändern. 

Begibt man sich früh in Behandlung, kann man nicht nur ästhetische Merkmale verbessern, sondern vor allem das Risiko für Komplikationen, wie Thrombosen, offene Beine oder lebensgefährliche Embolien verringern. 

Mangelnde Bewegung, häufiges Stehen oder Vererbung: Die Ursachen für Krampfadern sind vielfältig. Und längst gehören Krampfadern in Deutschland zu den Volkskrankheiten. Mittlerweile leiden 90 Prozent aller Erwachsenen an Venenveränderungen. Unser allgemein bewegungsarmer Lebensstil trägt seinen Teil dazu bei, ebenso wie Übergewicht und die steigende Lebenserwartung. Aber, es gibt auch gute Nachrichten: Je früher sie diagnostiziert und behandelt werden, desto kleiner ist der Eingriff.

Es gibt einen „Krampfaderarzt“ – sein Name lautet Phlebologe

Wenn Sie erste Anzeichen für ein Venenproblem bemerken, z. B. Besenreiser oder erweiterte Adern unter der Haut, oder Beschwerden auftreten, ist es an der Zeit, einen Arzt für Venenerkrankungen, einen Phlebologen, aufzusuchen. Dieser kann das Ausmaß der Veränderungen ermitteln und erforderliche Maßnahmen einleiten, die die Beschwerden lindern bzw. stoppen. Teilen Sie Ihrem Arzt für Venenerkrankungen bei einem ersten Gespräch mit, welche Symptome Sie haben und ob es familiäre Veranlagungen für Krampfadern gibt. Mittels moderner Diagnosetechniken per Ultraschall kann der Phlebologe den Beschwerden auf den Grund gehen und weitere Behandlungsschritte einleiten. 

Hier können Sie eine medizinische Frage schriftlich an unseren Experten stellen.

Unsere Venen-Sprechstunde ersetzt keinen Arztbesuch. Bei akuten Beschwerden und Problemen sollten Sie bitte immer einen Arzt (Phlebologen) aufsuchen. 

Aus rechtlichen Gründen geben wir keine Zweitmeinung ab und/oder beurteilen Befunde in laufenden Behandlungen/Therapien. 

Interessierte richten ihre schriftliche Frage bitte per Post oder per E-Mail an

Deutsche Venen-Liga e.V, Hauptgeschäftsstelle, Sonnenstraße 6, 56864 Bad Bertrich, Stichwort Venen-Sprechstunde oder E-Mail: info@venenliga.de

Wir veröffentlichen interessante Anfragen in der Woche vor dem Deutschen Venentag ® online auf der Seite der Deutschen Venen-Liga nur anonymisiert und, wenn wir bei der Fragestellung eine Einverständniserklärung dazu erhalten.

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